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Leben im Garten

Der Portulak (Portulaca oleracea)

Der Portulak (Portulaca oleracea) ist eine alte Gemüsepflanze und gehört in die Familie der Quellkrautgewächse (Montiaceae). Andere Namen sind Gewöhnliches Tellerkraut, Winterpostelein, Varianten des Namens sind Gemüseportualk, Gartenportulak, Kohlportulak oder Bürzelkraut. Wild kommt die Pflanze in fast allen wärmeren Gegenden der ganzen Welt vor, bei uns wird er seit Jahrhunderten als Gemüse in Gärten kultiviert. Sein Samen ist äußerst widerstandsfähig und selbst nach vielen Jahren keimt noch ein hoher Anteil der Samenkörner, das erklärt vermutlich die große Verbreitung der Pflanze. Als Pionierpflanze erobert er auch bei uns frei liegend Flächen und Wegesränder. Letzten Herbst hatte Der Portulak wird angeblich schon seit Jahrtausenden als Gemmüsepflanze und Heilkraut genutzt. So wird die Pflanze bereits in babylonischen und vorchristlichen Schriften erwähnt. INzwischen ist der Portulak als Nutzpflanze in Vergessenheit geraten. Dr. Ferdinand Müller schreibt in seinem illustrierten Kräuterbuch über den Gemüse-Portulak: Sie [Anm.: die Blätter] werden jung als Salat gegessen oder mit Gemüse gekocht. Die zarten Stengel sind mit Salz, Essig und Oel angemnacht sehr gut. Der säuerliche Saft (4 Kaffeelöffel voll täglich) dient in der Medicin als kühlendes und linderndes Mittel in verschiedenen von Schärfe herrührenden Brustkrankheiten und gegen Skorbut, äußerlich gegen Brandschäden und auch gegen Hühneraugen (Leichdorn). Leistet auch bei innernen und äußeren Entzündungskrankheiten und solchen Krankheiten, die von einer Schärfe herrühren, namentlich Nieren- und Blasenbeschwerden, Blutspucken, Augenentzündungen, Verbrennungen und Sodbrennen gute...

Sichtungsgarten Weihenstephan bei Freising

Der Garten wurde bereits 1947 angelegt. Die Einrichtung dient als Lehr- und Sichtungsgarten hautpsächlich der Ausbildung und der Sichtung von Sorten ausgewählter Gartenpflanzen, aber der gesamte Garten ist während des Sommerhalbjahres frei und kostenfrei zugänglich.

Pfingstrosen oder Päonien

Letzten Sonntag habe ich den Staudensichtungsgarten Weihenstephan bei Freising besucht. Für die Blüte der Pfingstrosen war ich leider noch etwas zu früh, denn viele dieser beliebten Gartenpflanzen hatten nur dicke, kugelige Blütenknospen zu bieten. Trotz der wenigen blühenden Exemplare hat sich der Besuch aber trotzdem gelohnt.

Die Frühlings-Knotenblume oder auch Märzenbecher (Leucojum vernum)

Dem Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) sehr ähnlich ist der Märzenbecher (Leucojum vernum), der wie ersteres zu der Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae) zählt. Auch beim Märzenbecher drücken sich die Blattspitzen im zeitigen Frühjahr durch den Schnee, die Blüten öffnen sich aber erst so richtig nach denen des Schneeglöckches, zumindest bei mir im Garten.

Das Schneeglöckchen (Galanthus nivalis)

Der Frühlingsbote schlechthin: das Kleine oder auch das Gewöhnliche Schneeglöckchen (Galanthus nivalis). Es gehört in die Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae). Die Blüten erscheinen oft schon im Februar und schieben sich durch den schmelzenden Schnee. Ein weiterer Name des zierlichen Pflänzchens ist Schneetröpfchen. Das Schneeglöckchen wird leicht mit dem etwas später blühenden Märzenbecher (auch Knotenblume, Leucojum vernum) verwechselt.

Singvögeln im Garten helfen

Fröhliches Vogelgezwitscher im Garten ist eine der schönsten Freuden, die uns die Natur schenkt. Doch viele der kleinen Singvögel sind heute durch ausgeräumte Agrarlandschaften, in denen überlebenswichtige Landschaftselemente wie Feldraine und Hecken fehlen, bedroht. Umso wichtiger ist es, den eigenen Garten auch für die Vogelwelt ansprechend zu gestalten.

Narzissen, Klassiker im Frühlingsgarten

Narzissen (Narcissus) oder auch Osterglocken gehören in jeden Frühlingsgarten. Sie gehören in die Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae). Wie Tulpen und Hyazinthen kamen sie bereits im 16. Jahrhundert in unsere Gärten. Und wie diese beeindruckt die Osterglocke durch zahlreiche Sorten und Variationen, angeblich mit bis zu 24.000 Sorten!

Die Christrose oder Nieswurz (Helleborus)

Die Nieswurze aus der Gattung Helleborus gehören mit zu den frühesten Blühern in unseren Gärten. Ihre Blüten können je nach Witterung bereits ab Januar oder Februar erscheinen und bleiben bis in den April hinein. Die Gattung gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Das Farbspektrum der Blüten der vielen Sorten reicht dabei von weiß, rosa, violett bis hin zu grün.

Der Huflattich (Tussilago farfara)

Der Huflattich (Tussilago farfara) aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) gehört im Frühjahr mit zu den ersten Pflanzen, die blühen. Dabei erscheinen die leuchtend gelben Blüten vor den hufeisenförmigen Blättern. Die Pflanze gehört zu den alten Heilkräutern, sie war 1994 Heilpflanze des Jahres. Im Volksmund hat der Huflattich zahlreiche weitere Namen wie z.B. Breit- oder Brustlattich, Ackerlatsche, Esels- oder Rosshuf, Fohlenfuß und Hufblatt.

Leberblümchen, Anemone hepatica

Das leuchtend blau bühende Leberblümchen (Anemone hepatica, früher auch Hepatica triloba) aus der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) gehört mit zu den Frühlingsboten unter unseren Wildblumen. Es kommt in lichten Laubwäldern mit kalkhaltigem Boden vor. Wo es wächst tritt es meist in größerer Zahl auf.

Wilder Krokus (Crocus vernus)

Krokusse kennt jeder als farbige Frühlingsblume in den Gärten. Weniger häufig trifft man auf wildwachsende Frühlingskrokusse (Crocus vernus), die sehr viel kleiner und zarter gefärbt sind als ihre Gartenform. Der Krokus gehört zur Familie der Iridaceae, den Schwertliliengewächsen.