Frühlingsboten

Keine Sorge, diese Bilder sind keine Schreckensmeldung zum Klimawandel. Alle Aufnahmen stammen vom letzten Jahr. Aber die Tage werden wieder länger und damit wächst zumindest die Vorfreude auf die kommende Gartensaison. Ein paar Wochen müssen wir aber wohl noch warten, bis endlich wieder frisches Grün im Garten sprießt.

Derweil ein paar Bilder der erwarteten Frühlingsboten:

Schneeglöckchen (Galanthus)
Schneefglöckchen (Galanthus)

Winterling (Eranthis hyemalis)
Winterling (Eranthis hyemalis)

Märzenbecher (Frühlings-Knotenblume, Leucojum vernum)
Märzenbecher (Frühlings-Knotenblume, Leucojum vernum)

 

Gelesen: Sepp Holzers Buch über die Permakultur

Im Hinblick auf die kommende Gartensaison habe ich mir Gedanken gemacht, was im neuen Jahr im Garten gepflanzt werden sollte.  Leider habe ich nicht die Zeit zur Verfügung, die ich gerne im Garten verbingen möchte, trotzdem versuche ich, wenigstens etwas Obst und Gemüse anzubauen. Um dies möglichst effektiv und ohne Einsatz von Chemikalien zu machen, habe ich schon lange Sepp Holzers Buch zur Permakultur auf meiner Leseliste. Darin geht es um die extensive und nachhaltige Bewirtschaftung von Gärten und landwirtschaftlichen Betrieben.

Der Begriff Permakultur kommt aus dem Englischen und leitet sich von Permanent Agriculture ab. Es geht dabei um eine Landwirtschaft, die vor allem auf natürliche Kreisläufe beruht. In seiner Einleitung schreibt Holzer, dass der Begriff erst in den 70ern geprägt wurde, er aber unabhängig davon schon immer Permakultur betrieben hat.

Der Fokus des Buchs liegt auf der Landwirtschaft, gut zwei Drittel des Inhalts widmet Holzer dem ökologischen Anbau von Lebensmitteln. So geht es unter anderem um die Gestaltung der Landschaft mit Hilfe von Baggern oder über die Nutztierhaltung, was für den Hobbygärtner nicht unbedingt von Nutzen ist. Trotzdem ist die Lektüre dieser Kapitel sehr interessant. Die Erkenntnisse und Erfahrungen von Sepp Holzer aus vielen Jahren ökologischer Landwirtschaft sind sehr lesenswert. Kaum verwunderlich, dass er zum Beispiel mit seiner Experimentierfreude und unkonventionellem Vorgehen bei Behörden und Verbänden aneckt. Dafür trifft seine Sichtweise auf die Art und Weise moderner, industrialisierter Nahrungsmittelproduktion den Nerv der Zeit.

Was kann ich für mich bzw. für meinen Garten nun aus der Lektüre des Buches ziehen? Auf Kunstdünger oder andere Chemikalien habe ich sowieso schon verzichtet und die dringlichste Frage, im Sommer den Myriaden von Nacktschnecken mit Hilfe von Schweinen Herr zu werden ist auch nicht wirklich praktikabel für mich. Aber die Idee, Pilzkulturen auf auf Holz oder Stroh anzulegen hatte ich schon länger und die Beschreibung zur Anlage einer erfolgreichen Kultur ist sehr hilfreich.

Außerdem möchte ich etwas mehr Augenmerk auf den Boden im Garten legen. Nach Holzers ist ein gesunder Boden die Basis jeden Erfolgs im Garten. Darüber hinaus ermutigt er den Leser, im Garten vieles sich selbst zu überlassen und möglichst wenig in die natürlichen Porzesse einzugreifen, diese sich eher zu Nutze zu machen. Das kommt mir mit meiner knapp bemessenen Zeit sehr entgegen, vielleicht kann ich ja in diesem Jahr doch etwas mehr Gemüse anbauen ….

Die Webseite des Krameterhofs mit zahlreichen Hinweisen auf Veranstaltungen und Veröffentlichungen zum Thema Permakultur: www.krameterhof.at .

Die beliebtesten Beiträge im Dezember 2011

Das letzte Update von WordPress auf die Version 3.3 ging leider daneben: Danach war das Backend, also Oberflächen zur Verwaltung meines Blogs nicht mehr aufrufbar. Nach einigen Änderungen funktiomniert nun wieder alles soweit, dass ich zumindest wieder Artikel einstellen kann. Daher also mit etwas Verspätung mein Rückblick auf die beliebtesten Beiträge im letzten Monat, Dezember 2011.

Der Herbst mit seinem fantastischem Wetter zum Wandern und nun doch endgültig vorbei, was sich auch in den aufgerufenen Inhalten meines Blogs spiegelt. Außerdem ging die Anzahl auf der Besuche und Seitenaufrufe wie schon im November generell zurück . Ich bin gespannt, ob und wie sich das mit der beginnenden Gartensaison diesen Fühling wieder ändert.

Nun also die 5 beliebtesten Artikel vom vergangenen Dezember:

  1. Ammerrundweg von Bad Bayerspoien zu den Schleierfällen
  2. Der ewige Zweite: Alfred Russel Wallace
  3. Eine ungewöhnliche Frau: Maria Sybille Merian
  4. Pastinaken
  5. Wanderung durch die Partnachlamm und das Reintal auf die Zugspitze

Pastinaken

Wie so viele Gemüse sind Pastinaken aus unserem Bewusstsein so gut wie verschwunden. Dabei zählt das zu den Doldenblütlern (Apiaceae) gehörende Wurzelgemüse seit Jahrtausenden auf den Speiseplan der Menschen. Also bereits die Griechen und Römer kannten das schmackhafte Gemüse. Von den Weltweit 14 Arten ist bei uns nur der Pastinak (Pastinaca sativa) heimisch.

Aufgefallen ist mir der deutlich süßliche Geschmack der Pastinake ehrlicherweise in einem Kantinenessen. Inzwischen gehört er regelmäßig in unsere Küche. Am liebsten esse ich ihn als Püree zu, die Zubereitung ist dabei gleich wie bei einem Püree aus Kartoffeln. Die Wurzel macht sich auch ausgesprochen gut in einer italienischen Gemüsesuppe (Minestrone).

Pastinak (Pastinaca sativa)
Pastinaken aus dem eigenen Garten

Die Versuche. den Pastinak im eigenen Garten anzubauen fielen gemischt aus. Der erste Versuch scheiterte völlig, aus dem Samen hatte sich aus welchen Gründen auch immer nicht eine Pflanze entwickelt. Das Jahr darauf wuchsen die Rüben zu recht unförmigen, riesigen Knollen heran, die optisch nicht viel mit den weißen, kleinen Rüben zu tun hatten, die man am Markt angeboten bekommt. Aber das Püree war trotzdem fein und zwei dieser riesen Rüben reichten allemal für eine Mahlzeit.

Und selbst jetzt, im Dezember sind noch einige der Pflanzen im Gemüsebeet und warten darauf , geerntet zu werden.

Die beliebtesten Beiträge im November 2011

Der Garten ist winterfest, es gibt dort nichts mehr zu tun. Dafür hielt das stabile und trockene  Hochdruckwetter den ganzen November noch an und erlaubte Wanderungen, die normalerweise um diese Jahreszeit wegen Schnee nicht mehr möglich sind. Demnach waren auch wieder auf meinem Blog die meistgesuchten Beiträge die zum Thema Wandern (Ok ich gebe zu, zum Thema Garten habe ich auch schon lange nichts mehr geschrieben).

  1. Wanderung auf die Stepbergalm am Kramer bei Garmisch-Partenkirchen
  2. Ammerrundweg von Bad Bayerspoien zu den Schleierfällen
  3. Auf den Chiemgauer Blumenberg Geigelstein
  4. Wanderung vom Taubenstein über die Rotwand zurück nach Spitzing
  5. Wanderung durch die Partnachlamm und das Reintal auf die Zugspitze

Doch noch eine Wandertour: von der Jachenau auf das Hirschhörnl

Im Garten ist nichts mehr zu tun. Außer gießen vielleicht, denn das trockene, sonnige Herbstwetter hält an. Zumindest ist es in der Höhe sonnig. Und da in den Bergen immer noch kein Schnee liegt also weiterhin bestes Wanderwetter.

Wegen der inzwischen kurzen Tage sind allerdings keine langen Touren mehr möglich. So ging es diesmal von der Jachenau aus hinauf auf das Hirschhörnl.  Nichts spektakuläres, trotzdem schön: in gut zwei, drei Stunden ist man auf dem Gipfel.

Einige Eindrücke von der Wanderung:

Raureif auf trockenen Buchenblätter
In der Früh ….

Raureif auf Spinnennetz
… ist es dann doch recht frisch.

Wegweiser Richtung Hirschhörnl
Wegweiser zum Gipfel!

Blick nach Süden
Auf halber Höhe: Blick nach Süden hinüber zum Karwendel und ins Wetterstein.

Gipfel des Hirschhörnl

Der Gipfel des Htrschhörnl.

Blick zum Gipfel des Jochberg und des Herzogstand

Blick nach Westen, mit dem Gipfels des Jochberg und dahinter der Herzogstand.

Blick nach Südosten und hinunter in die Jachenau

Kurz vor dem Rückweg ein Blick hinunter in die Jachenau. Fantastischer Bergblick.

Ähnliche Touren:

Florilegium auf Facebook, Google+ und Twitter

Florilegium in Sozialen Medien: Wer  sich bei einem der Sozialen Netzwerke Facebook oder Goolge+ angemeldet hat, vielleicht auch einen Zugang für den Nachrichtendienst Twitter hat, kann mir bzw. Florilegium auch dort folgen. Dort veröffentliche ich unter anderem Mitteilungen darüber, wenn neue Beiträge auf meinem Gartenblog erscheinen. Darüberhinaus bieten diese Netzwerke natürlich auch die Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen. Die Links auf die entsprechenden Seiten:

Florilegium-Seite auf Facebook

Florilegium-Seite auf Google+

Florilegium_de auf Twitter

Also einfach “liken“, folgen oder einkreisen!

Ein Klassiker im Münchner Süden: vom Herzogstand zum Heimgarten

Ich muss gestehen, dass ich diese Wanderung seit Jahren konsequent gemieden habe. Eine Vermutung, die sich leider bestätigt hat: selbst jetzt, Ende Oktober, Anfang November ist die Tour ziemlich überlaufen. Ich möchte nicht wissen, wie es hier im Sommer zugeht. Ich stelle mir eine Ameisenstraße von Wanderern vor, die sich den Grat entlang vom Gipfel des Herzogstand hinüber zum Gipfel des Heimgarten  erstreckt.

Aber die Beliebtheit hat seinen Grund: Die Aussicht! Der Blick reicht weit in die Alpen hinein Richtung Alpenhauptkamm. Richtung Osten erkennt man die Berge der Chiemgauer Alpen und nach Westen die Gipfel der Allgäuer Alpen. Nach Norden reicht der Blick weit bis München.  Neben dem Walchensee und Kochelsee sieht man in der Frene auch den Starnberger See, Ammersee und den Staffelsee. Entsprechendes Wetter mit guter Sicht natürlich vorausgesetzt.

Anbei ein paar Eindrücke der Tour:

Gipfel Herzogstand
Blick hinauf zum Gipfel des Herzogstand.

Gipfel des Heimgarten vom Herzogstand aus
Blick nach Westen Richtung Heimgarten, Wetterstein und den Allgäuer Alpen.

Gipfel des Herzogstand vom Heimgarten, mit Kochelsee
Nach der Wanderung über den Grat zwischen beiden Gipfeln der Blick zurück zum Herzogstand, links mit Kochelsee. Man erkennt schön den Weg über den Grat. Ein wenig Übung und Erfahrung beim Bergwandern sollte man also haben.

Fazit: Diese Tour sollte man gemacht haben. Wer die Chance hat, dies unter der Woche und außerhalb der Ferienzeit zu tun, sollte sich dafür aber unbedingt einen solchen Tag auswählen.

Ähnliche Wandertouren:

 

Die beliebtesten Beiträge im Oktober 2011

Herbstzeit ist Wanderzeit. Besonders in diesem Jahr, wo uns das sonnige und warme Wetter der letzten Wochen nicht nur einen goldenen Oktober beschert hat, sondern wie es scheint, sich gleich noch ein goldener November anschließt.

Demnach ist es kein Wunder, dass im Oktober die Beiträge dominierten, in denen ich Wanderungen in den bayerischen Alpen und im Voralpenland beschrieben habe. Die 5 am häufigsten aufgerufenen Beiträge des vergangenen Monats sind:

  1. Ammerrundweg von Bad Bayerspoien zu den Schleierfällen
  2. Wanderung auf die Stepbergalm am Kramer bei Garmisch-Partenkirchen
  3. Wanderung vom Taubenstein über die Rotwand zurück nach Spitzing
  4. Eibenwald bei Paterzell (Pfaffenwinkel)
  5. Wanderung auf den Schachen bei Garmisch-Partenkirchen

Die letzten Blütenfarben im Garten

Letzten Samstag haben wir unseren Garten winterfest gemacht. Zum Glück, denn die folgende Nacht hatten wir starken Frost. Vorher bin ich aber noch einmal mit der Kamera durch den Garten und habe die letzten Blüten vor dem Winter fotografiert.

Fuchsia magellanica, Scharlachfuchsie

Scharlachfuchsie (Fuchsia magellanica). Sie friert jeden Winter komplett zurück, treibt aber treu jedes Frühjahr wieder neu aus.

 

Anemona japonica, Japan-Anemone

Die Japan-Anemone (Anemone japonica) hatte ich den ganzen Sommer vermisst. Jetzt im Herbst kam dann doch noch eine der gefüllte Blüten zum Vorschein.

Echinops, Kugeldistel

Die Kugeldistel (Echinops) blüht seit Monaten.

Salbei (unbekannte Art)

Eine (mir) unbekannte Salbei-Art (Salvia). Irgendwann einmal gepflanzt, dann vergessen, zeigt sich dann doch noch kurz vor dem Herbst mit leuctend blauer Farbe.

Herbstaster

Die Herbstaster, sie blüht erst im Herbst so richtig.

Herbstlaub der Felsenbirne

Auch die Farbenpracht der Blüten nachlässt, der Herbst hat seine eigenen Farben, z.B. das Laub der Felsenbirne (Amelanchier).