Der Garten der Artenvielfalt – ein Besuchergarten im Trentiner Nonstal

Der Garten der Artenvielfalt – ein Besuchergarten im Trentiner Nonstal

Das Obere Nonstal welches im Italienischen Trentino liegt wurde schon sehr früh besiedelt. Die sonnenexponierte Lage des Tales, welches von warmen Südströmungen auch bis in Höhenlagen günstig beeinflusst wird, machte eine Vielzahl von Kulturen möglich. Schon die Römer haben wahrscheinlich den Obstbau hier eingeführt auch wenn es schon nachweisliche Siedlungen aus Neolithikum und Bronzezeit gibt. Lokale Apfel und Birnen- Sorten wurden über die Jahrhunderte selektiert und haben sich perfekt an diese Klimazonen angepasst. Andere Kulturen waren verschiedene autochthone Getreidesorten und Sonderkulturen wie z.B. die Zucht von Seidenraupen mit Maulbeerbäumen welche seit dem 17. bis ins 20. Jhr. im Nonstal betrieben wurde. Mit dem Aufkommen der Industriellen Landwirtschaft wurde diese Vielfalt gefährdet und zum Teil wurden viele Alte Kultursorten verloren. Aus diesem Grund hat sich eine Südtiroler Gärtnerfamilie auf die Suche nach alten und fast verlorenen Sorten gemacht und diesen „Funden“ in einem ansprechenden Landschaftsgarten für Besucher ein Neues Zuhause gegeben. Familie Margesin, welche den Plaz Hof in Brez (TN) seit 15 Jahren führt, hat diesen Garten der Artenvielfalt nach Permakulturprinzipien und mit über 30 jähriger Erfahrung im Bio Anbau und im Landschaftsgartenbau angelegt. Die verschiedenen Bereiche des Gartens können über Lernpfade und über eine Gartenführung erkundet werden. Es gibt Beispiele von Modernen Zen- Gärten über pflegeleichte Gartengestaltungen mit Stauden bis hin zum klassischen Gemüse- Mischgarten. Es können verschiedenen Kulturen von Beerenobst und Anbau von historischen Tomaten- Sorten und Kürbissen begutachtet werden. Überraschend ist immer wieder wie gut diese wärmeliebenden Pflanzen auf fast 1000 Metern gedeihen und schmecken. Herzstück des Projekts ist der essbare Waldgarten. In diesem bilden alte Obst- Sämlinge in je 7 m Abstand und in Wellenform ein...
Estufa Fria und Quente im Parque Eduardo VII, Lissabon, Portugal

Estufa Fria und Quente im Parque Eduardo VII, Lissabon, Portugal

Im Norden der Altstadt von Lissabon, Portugal, findet sich der Stadtpark »Parque Eduardo VII«. Er hat eine Fläche von ca. 400.000 qm und wird wohl auch der Central Park Lissabons genannt. Aber ein Stadtpark mit einem wunderschönen Blick über die Stadt hinunter zum Tejo wäre noch nicht unbedingt erwähnenswert, gäbe es dort nicht auch zwei große Gewächshäuser mit allerlei exotischen Pflanzen: die »Estufa Fria« und die »Estufa Quente«. Parque Eduardo VII mit Blick auf Lissabon und den Tejo Die »Estufa Fria« ist kein Glasgewächshaus, vor Kälte muss man die Pflanzen in Lissabon wohl nicht schützen, ganz im Gegenteil: das Gewächshaus ist ein Gebilde aus Lattenroste, das die Pflanzen vor der Sonne schützt. Daher der Zusatz »Fria«, also kalt. Der Schatten ist tatsächlich sehr angenehm. Im Anschluss daran ist dann doch noch ein deutlich kleineres Gewächshaus aus Glas für Pflanzen aus heißen Klimazonen angeschlossen, die »Estufa Quente«. Estufa Fria im Parque Eduardo VII, Lissabon Estufa Fria im Parque Eduardo VII Estufa Quente mit Kakteen im Parque Eduardo VII Estufa Quente mit Kakteen im Parque Eduardo VII Ähnliche Beiträge über Botanische Gärten Botanischer Garten von Ajuda bei Belém, Lissabon, Portugal Buçaco Nationalpark bei Coimbra, Portugal Lesetipp...
Vögel im Garten

Vögel im Garten

Ein kleine Sammlung von Fotos der Vögel, die regelmäßig den Garten besuchen. Leider sitzen die Tiere selten so still, dass ich sie richtig scharf eriwsche. Darum sind einige der Bilder leider nicht sehr scharf und sehen manchmal mehr wie Fahndungsfotos der Polizei aus. Aber vielleicht erwische ich die Vögel ja doch noch einmal mit der nötigen Schärfe! Blaumeise, Parus caeruleus Buchtipp zur Vogelbestimmung (Partnerlink): Vögel: Die wichtigsten Arten entdecken und bestimmen (GU Naturführer 2012) Buchfink, Fringilla coelebs Buchtipp zur Vogelbestimmung (Partnerlink): Vögel: Die wichtigsten Arten entdecken und bestimmen (GU Naturführer 2012) Buntspecht, Dendrocopos major Buchtipp zur Vogelbestimmung (Partnerlink): Vögel: Die wichtigsten Arten entdecken und bestimmen (GU Naturführer 2012) Grünfink (Grünling), Carduelis chloris Buchtipp zur Vogelbestimmung (Partnerlink): Vögel: Die wichtigsten Arten entdecken und bestimmen (GU Naturführer 2012) Gimpel (Dompfaff, Blutfink), Pyrrhula pyrrhula Buchtipp zur Vogelbestimmung (Partnerlink): Vögel: Die wichtigsten Arten entdecken und bestimmen (GU Naturführer 2012) Haussperling (Spatz), Passer domesticus Buchtipp zur Vogelbestimmung (Partnerlink): Vögel: Die wichtigsten Arten entdecken und bestimmen (GU Naturführer 2012) Kleiber, Sitta europaea Buchtipp zur Vogelbestimmung (Partnerlink): Vögel: Die wichtigsten Arten entdecken und bestimmen (GU Naturführer 2012) Seidenschwanz, Bombycilla garrulus Ein eher seltener Gast, der Seidenschwanz (Bombycilla garrulus) Buchtipp zur Vogelbestimmung (Partnerlink): Vögel: Die wichtigsten Arten entdecken und bestimmen (GU Naturführer 2012) Star, Sturnus vulgaris Buchtipp zur Vogelbestimmung (Partnerlink): Vögel: Die wichtigsten Arten entdecken und bestimmen (GU Naturführer 2012) Stieglitz (Distelfink), Carduelis carduelis Buchtipp zur Vogelbestimmung (Partnerlink): Vögel: Die wichtigsten Arten entdecken und bestimmen (GU Naturführer...
Buçaco Nationalpark bei Coimbra, Portugal

Buçaco Nationalpark bei Coimbra, Portugal

Ein Wald, für den ich gerne mehr Zeit für einen Besuch gehabt hätte: der Nationalpark Buçaco oder auch Mata nacional do Buçaco in der Nähe der ehrwürdigen Universitätsstadt Coimbra. In diesen Wald zogen sich angeblich schon im 6. Jahrhundert Mönche zurück. Später diente er als Arboretum, in dem viele der Bäume gepflanzt wurden, die Portugals Entdecker von ihren Reisen mitbrachten. 1638 errichtete der Karmeliter Orden im Zentrum des Waldes ein Kloster, das bis 1834 betrieben wurde. Die Gebäude beherbergen nun das Fünfsterne Hotel Palace Hotel do Buçaco. Das Palace Hotel do Buçaco mit Gartenanlage Das 105 Hektar große Areal mit seinen fast 700 exotischen und einheimischen Baumarten kann als eines der ersten Schutzgebiete Europas, vielleicht sogar der Welt gelten, denn der Papst hat diese Bäume schon im Jahr 1632 unter seinen persönlichen Schutz gestellt. Der Nationalpark Mata nacional do Buçaco wäre ein außerordentlich reizvolles Ziel für eine botanische Exkursion. Einige Impressionen aus dem Wald von Buçaco Überblick über den Wald von Buçaco mit dem Palace Hotel do Buçaco Das Vale dos Fetos, Tal der Farne mit Baumfarnen Der Via Sacra (Kreuzweg) mit einer der Kapellen, die der Bischof von Coimbra bereits 1693 erbauen lies. Die letzte Station des ca. 3 km langen Kreuzwegs Via Sacra Die Kaskade bei der Fonte Fria Diese laut Reiseführer 26 m hohe Zeder soll bereits 1644 gepflanzt worden sein (Übrigens ein kleiner Versuch eines vertikalen Panoramas, das aus drei Einzelbildern zusammengesetzt wurde). Ähnliche Beiträge über Botanische Gärten Botanischer Garten von Ajuda bei Belém, Lissabon, Portugal Der Botanische Garten Palermo, Sizilien Sichtungsgarten Weihenstephan bei Freising Lesetipp...
Botanischer Garten von Ajuda bei Belém, Lissabon, Portugal

Botanischer Garten von Ajuda bei Belém, Lissabon, Portugal

Die Hauptattraktionen von Belém bei Lissabon in Portugal sind zweifellos der berühmte Torre de Belém und das imposante Kloster Mosteiro dos Jerónimos. Etwas abgelegener findet sich für Freunde botanischer Gärten aber noch ein weiteres, lohnendes Ausflugsziel: der Botanische Garten von Ajuda, Jardim Botânico da Ajuda. Das berühmte Wahrzeichen von Belém bei Lissabon: der Torre de Belém Lissabon bzw. Belém waren für die frühere Kolonialmacht Portugal das Tor zur Welt. Der Torre de Belém, der früher wohl mal vollständig von Wasser umgeben war, verabschiedete die Seefahrer auf ihre meist jahrelangen Erkundungsfahrten und begrüßte sie wieder bei ihrer Rückkehr. Die Entdecker, wie z.B. Vasco da Gama, dessen Grabmal sich in der Kirche des Klosters Mosteiro dos Jerónimos befindet, brachten von ihren Reisen nicht nur Gold und Silber mit, sondern auch viele Pflanzen bzw. deren Samen. Viele dieser pflanzlichen Mitbringsel fanden ihr neues Zuhause im 1768 von Marquis de Pombal angelegten Jardim Botânico da Ajuda. 1755 zerstörte ein starkes Erdbeben große Teile Lissabons, so dass Marquis de Pombal den neuen Garten wenige Jahre nach der Katastrophe im weniger stark zertstörten Ajuda bei Belém neu aufbaute. Der neue Garten ist mit einer strengen Symmetrie nach italienischem und französischem Vorbild angelegt. Das auffälligste Merkmal ist sein zweistufiger Aufbau. Die obere Terrasse beherbergt die Beete für die botanischen Sammlungen sowie einige Gewächshäuser. Auf der unteren Terrasse finden sich ein großer, zentraler Brunnen, mit zahlreichen Skulpturen vesehen und von einen Teich umgeben. In diesem Teich finden sich viele Amphibien und exotische Wasserpflanzen. Insgesamt beherbergt der Botanische Garten von Ajuda mehr als 5.000 Pflanzenarten. Nach einer Phase des Zerfalls wurde der Garten der Akademie der Wissenschaften zugewiesen,...
Der Botanische Garten Palermo, Sizilien

Der Botanische Garten Palermo, Sizilien

Der Botanische Garten von Palermo (Orto Botanico di Palermo) ist eine echte Oase der Ruhe in der ansonsten hektischen und lauten Stadt auf Sizilien. Vor allem in den heißen Sommermonmaten ist ein Ausflug in den Garten ein Genuss, denn das üppige Grün vieler Palmen und Bäume spendet angenehmen Schatten. Eingang des botanischen Gartens mit einer Sammlung von Dicklattgewächsen Gegründet wurde der Garten bereits 1779 von der Königlichen Akademie (Accademia dei Regi) gegründet und widmete sich zuerst dem Anbau von Heilpflanzen. Bereits 1786 war das zugewiesene Land zu klein und der Botanische Garten wurde an seinen heutigen Standort verlegt. Offiziell eröffnet wurde der Garten dann 1795. Nach einigen Erweiterungen umfasst der Garten heute eine Fläche von ca. 10 Hektar. Der Garten dient der Universität von Palermo als Lehr- und Forschungseinrichtung, ist aber auch für Besucher geöffnet. Einige Impressionen aus dem wunderschönen Garten: Eingang des Giardino d’Inverno (der Wintergarten). Ein weiteres Gewächshaus im Botanischen Garten von Palermo Darf auch im botanischen Garten nicht fehlen: die mächtigen und für Palermo typischen Großblättrigen Feigen (Ficus macrophylla) Das mächtige Wurzelwerk der Großblättrigen Feigen (Ficus macrophylla) Blüte einer Lotus-Blume im sogenannten Aquarium, einem kreisrunden, mit Wasser gefüllten Becken. Seerosen im Aquarium des Botanischen Gartens Sammlung von Agaven im Botanischen Garten von Palermo Weitere Informationen Offizielle Webseite des Orto botanico Palermo, Sizilien (nur auf italienisch) Beschreibung des Botanischen Garten von Palermo auf Wikipedia Buchtipss...