Pilze suchen: Heimische Pilzexkursion

Angespornt durch den Erfolg beim Pilzesammlen während meines Heimaturlaubs im Schwarzwald habe ich mich in der Umgebung am Ammersee mal wieder auf eine Pilzexkursion begeben um Schwammerl für die nächste Mahlzeit zu finden. Denn laut den veröffentlichten Pilz-Kartierungenen des Forschungsprojekts Pilze am Ammersee (www.pilze-ammersee.de) sollte es auch hier am südlichen Ende des Ammersees Pfifferlinge (Cantharellus cibarius) und Steinpilze (Boletus) geben. Aber leider wieder ohne Erfolg. Der einzige essbare Pilze neben Pfifferlingen und Steinpilzen, den ich entdeckt habe und den ich sicher bestimmen kann, ist der Riesenschirmling oder Parasol (Macrolepiota procera). Anhand von Pilzbüchern die Art eines Pilzes zu bestimmen finde ich sehr schwer bis unmöglich. Dabei würde ich gerne auch bei den nicht essbaren und giftigen Pilzen meine Artenkenntnis erhöhen. Die Biologie und Ökologie von Pilzen ist sehr spannend. Ohne Pilze gäbe es vermutlich kein Leben auf unserem Planeten, denn sie zersetzen mit ihren vielseitigen Stoffwechseln so ziemlich alles, was auf der Erde lebt und führen es damit wieder dem Kreislauf des Lebens zu. Dabei leben sie meist sehr unscheinbar und versteckt und nur ihre Fruchtkörper (das was wir gemeinhin als Pilze bezeichnen) zeigen sie für kurze Zeit an der Oberfläche. Auch wenn man nicht alle Pilze essen kann, so sind sie oft optisch ein Genuss, daher noch ein paar Fotos der gefundenen Pilze. Meinen Bestimmungsversuchen würde ich dabei nicht zu sehr vertrauen. Hinweise auf die korrekten Bezeichnungen sind daher sehr willkommen. Beim letzten gezeigten Pilz behaupteten vorbeigehende Passanten (nach eigener Aussage Pilzkenner), das dies ein Perlpilz (Amanita rubescens) sein soll, ein hervorragender Speisepilz. Sie wollten uns unbedingt davon überzeugen, dass wir in mitnehmen und essen sollten. Nur passte...

Pfifferling und Steinpilz: Pilze sammeln im Schwarzwald

Die Schwammerlzeit hat begonnen! Und bei einem Besuch in meiner alten Heimat, im Schwarzwald, hatte ich mal wieder die Gelegenheit, einige der alten Pilzplätze zu besuchen. UNd wie man sieht mit Erfolg. Wir haben eine solche Menge an Pfifferlingen gefunden, das es für eine ausgiebige Mahlzeit reichte. Der Pfifferling, auch Eierschwamm oder Rehling (in Bayern (Reherl) genannt, ist ein sehr beliebter und guter Speisepilz. Gekrönt wurde der Sammeltag noch mit einem Steinpilz (Boletus). Leider fehlen mir in der Umgebung meiner jetzigen Heimat am Ammersee die ergiebigen Fundstellen. Aber was nicht ist, kann sich ja noch ändern. Weitere Beiträge über Pilze Pilze suchen: Heimische Pilzexkursion Spitzmorcheln im Garten? Experiment: Pilzzucht im eigenen Garten mit Austernpilzen und...

Mond statt Blitz und Donner

Letzte Woche waren schwere Gewitter angekündigt und ich wollte einmal versuchen, den ein oder anderen Blitz mit der Kamera einzufangen. Doch bei mir sah der Himmel so aus: Der Mond Statt Blitz und Donner gab es die meiste Zeit den Mond zu sehen. Aber vielleicht war das auch besser so, wenn ich an die Bilder von Unwettern in manchen Teilen Deutschlands denke. Und der Mond ist ja auch ganz schön. Ähnliche Beiträge Mondfinsternis am 16. August...

Gelesen: Die tausend Herbste des Jacob de Zoet von David Mitchell

Gleich vorweg: es ist das schönste Buch, dass ich seit Jahren gelesen habe! Bei »Die Tausend Herbste des Jacob de Zoet« von David Mitchell handelt es nicht um ein Sach- oder Fachbuch über Botanik, Pflanzen oder Gärten. Es ist ein Roman, der zur Jahrhundertwende des achtzehnten und neunzehnten Jahrhunderts spielt. Angesiedelt ist die Handlung im zu dieser Zeit streng abgeschotteten Japan, genauer auf dem kleinen, der Stadt Nagasaki vorgelagerten Handelsposten der Niederländischen Ostindien Kompanie (Vereenigde Oostindische Compagnie, VOC). David Mitchell ist übrigens der Autor des gerade verfilmten Bestsellers Der Wolkenatlas (Cloud Atlas). Warum ich das Buch hier auf meinem Gartenblog vorstelle: der Roman greift sehr stark auf die Biografie Philipp Franz von Siebolds zu. Dabei finden sich in dem Roman gleich zwei Figuren, die an das Leben von Siebolds erinnern: Dr. Marinus, Arzt und Botaniker sowie die Hauptfigur der Geschichte Jacob de Zoet, Beamter der Niederländischen Ostindien Kompanie. Das Leben des Asienreisenden von Philipp Franz von Siebold fasziniert mich schon seit Jahren, so dass ich mich gleich auf dieses Buch gestürzt habe. Mehr möchte ich an dieser Stelle zur Geschichte nicht verraten, jedenfalls ist das Buch ausgesprochen spannend und sehr schön geschrieben. Obwohl es auf dem Handelposten recht heftig und deftig zugeht, wird die Sprache nie ordinär oder reißerisch. Diese schöne Sprache ist sicherlich auch ein Verdienst des Übersetzers Volker Oldenburg. Jedenfalls hatte ich schon lange kein Buch mehr in der Hand, bei dem ich mich den ganzen Tag darauf gefreut habe, abends auf dem Sofa vor dem Kamin zu sitzen und einfach nur zu lesen. Schade ist nur, wenn man das Buch dann gelesen hat. Zum Buch gibt...

Video-Interviews mit Markus Kobelt von Lubera

Letzte Woche trafen sich die Gatenbloggerin Barbara Ehlert, der Gärtner und Züchter Markus Kobelt und ich in Kempten im Allgäu zum Gedankenaustausch. Wir hatten einige Ideen diskutiert, wie man die Themen Garten, Pflanzen und Internet auf eine schöne Weise verbinden könnte. Markus Kobelt ist ein begeisteter Züchter und Gärtner aus der Schweiz (Lubera AG). Viele kennen ihn vermutlich von seinen Gartenvideos, die er auf Gartenvideo.com und auf Youtube veröffentlicht. Zu diesem Treffen hatte er natürlich seine Kamera mitgebracht und so wurden Barbara Ehlert und ich von ihm gleich zu einem Interview verpflichtet. Als erstes das Video-Interview mit Barbara Ehlert. Sie betreibt zwei Blogs: Bara’s Blog und Gartenkunst oder der Weg nach Eden. Und als zweites das Interview, das Markus Kobelt mit mir führte: Als Schmankerl hatte Markus Kobelt noch eine Frucht mitgebracht, die Barbara und ich gleich an Ort und Stelle verkostet haben, eine Pawpaw-Frucht (Asimina triloba) aus Nordamerika. Ausgesprochen wird der Name Pau-pau, weitere Namen sind Indianer-Banane oder auf englisch Poor Mens Banana. Der Geschmack ist sehr süß, die Konsistenz recht cremig, aber angenehm. Aber schaut doch selbst: Das Tolle an der unbekannten Frucht ist, dass sie absolut winterhart ist und auch bei uns im Garten wachsen...

Videos zum Thema Garten und übers Gärtnern

Vorgestern und Gestern war ich auf einer eCommerce-Konferenz. Das hat jetzt erst einmal wenig mit dem Thema Garten oder Pflanzen zu tun, warum ich aber trotzdem einen kleinen Beitrag darüber hier auf meinem Gartenblog florilegium.de schreibe liegt an Markus Kobelt. Herr Kobelt ist nicht nur der Gründer der Gärtnerei Lubera AG in der Schweiz, sondern er ist auch einer der Pioniere im Videomarketing. Seine Videos sehe ich bereits seit einiger Zeit im Internet, auf der Konferenz hatte ich nun aber auch die Gelegenheit, ihn in Natura zu erleben. Er hielt einen Vortrag über seine Gartenvideos und wie sie zu seinem Geschäftserfolg beitragen, am zweiten Tag der Konferenz konnte ich dann aber auch mit ihm direkt sprechen. Für seine Gärtnerei hat er bereits mehr als 800 (!) deutschsprachige Videos produziert, dazu kommen nochmals um die 200 englischsprachige. In den Videos geht es meistens um die verschiedensten Pflanzen, er stellt sie vor und gibt zahlreiche Pflegetipps. Er gewährt aber Einblicke in die Arbeit eines professionellen Gärtners und Züchters. Er selbst hat sichmit seiner Züchtung auf Beeren, Obstbäume und Rosen spezialisiert. Natürlich nutzt Herr Kobelt diese Videos, um auf sein Online-Angebot von Lubera aufmerksam zu machen, allerdings steht die Information für den Videokonsumenten deutlich im Vordergrund. Mit Eigenwerbung hält er sich sehr zurück. Das ist vermutlich auch das Erfolgsrezept seiner Gartenvideos, mit denen er sich auf angenehme Weise von vielen anderen Firmenvideos im Internet unterscheidet. Um die vielen Videos besser thematisch ordnen zu können sind sie inzwischen auf einem eigenen Gartenvideo-Portal ausgelagert. Sie finden sich unter Gartenvideo.com. Die Webseite seiner Firma inklusive eines Onlineshops findet sich unter Lubera.com. An dieser Stelle auch...