Experiment: Pilzzucht im eigenen Garten mit Austernpilzen und Shiitake

Experiment: Pilzzucht im eigenen Garten mit Austernpilzen und Shiitake

Frische Speisepilze aus dem eigenen Garten? Seit Jahren möchte ich das schon ausprobieren. Als ich nun im Buch Permakultur von Sepp Holzer eine ausführliche Anleitung zur Anzucht von Pilzen fand, wollte ich das endlich mal ausprobieren.

Für die Pilzzucht im eigenen Garten eignen sich einige sehr gute Speisepilze. Für meine ersten Versuche habe ich mich für Austernpilze (auch Austern-Seitling, Pleurotus ostreatus) und den japanischen Shiitake-Pilz (Lentinula edodes) entschieden. Beide benötigen als Substart Holz von Laubbäumen. Es gibt auch Arten, wie z.B. Braunkappen (auch Kulturträuschling, Stropharia rugosoannulata), die auch auf Stroh wachsen.

Meine Idee war eigentlich, einige alte Holzstämme für die Pilzzucht zu nutzen, die schon länger im Garten rumliegen und nicht so richtig weiß, was ich damit noch machen soll. Der Anleitung von Sepp Holzer habe ich aber entnommen, dass das Holz möglichst frisch sein sollte, höchsten ein halbes Jahr alt. Ist das Holz älter, ist es meist schon von anderen Pilzen besiedelt und damit für die Beimpfung mit anderen Pilzarten nicht mehr zu grebauchen. Also habe ich mir zwei neue Stämme mit ca. 1 Meter Länge und ca. 0,2 Meter Durchmesser besorgt. Ich konnte jeweils einen Stamm einer Esche und einer Buche bekommen.

Die Pilzbrut erwirbt man in Form von kleinen Holzplättchen, die mit dem Pilzmyzel besiedelt sind. Die gab es für jeweils 10,00 Euro im örtlichen Fachhandel. Zur Beimpfung des Holzes werden diese Plättchen auf eine frisch angeschnittene Stelle des Stammes angetackert. Von dort aus soll das Myzel dann in das Holz einwachsen und in ca. 4 bis 6 Wochen den ganzen Stamm besiedeln. Angeblich soll der Pilz dann, abhängig von der Außentemperatur nach ca. 10 bis 12 Wochen die ersten Fruchtkörper bilden. Die Esche habe ich übrigens mit dem Austernpilz beimpft, die Buche mit dem Shiitake-Pilz. Mal sehen, ob’s was wird.

Das mit Pilzmyzel durchwachsene Rindenstück auf die frische Schnittstelle des Holzstamms getackert.

Um die Stämme vor dem Austrocknen zu schützen habe ich sie erst einmal in den Schatten gelegt, damit das Pilzmyzel auch richtig einwachsen kann.

Ähnliche Beiträge