Gelesen: Sepp Holzers Buch über die Permakultur

Im Hinblick auf die kommende Gartensaison habe ich mir Gedanken gemacht, was im neuen Jahr im Garten gepflanzt werden sollte.  Leider habe ich nicht die Zeit zur Verfügung, die ich gerne im Garten verbingen möchte, trotzdem versuche ich, wenigstens etwas Obst und Gemüse anzubauen. Um dies möglichst effektiv und ohne Einsatz von Chemikalien zu machen, habe ich schon lange Sepp Holzers Buch zur Permakultur auf meiner Leseliste. Darin geht es um die extensive und nachhaltige Bewirtschaftung von Gärten und landwirtschaftlichen Betrieben.

Der Begriff Permakultur kommt aus dem Englischen und leitet sich von Permanent Agriculture ab. Es geht dabei um eine Landwirtschaft, die vor allem auf natürliche Kreisläufe beruht. In seiner Einleitung schreibt Holzer, dass der Begriff erst in den 70ern geprägt wurde, er aber unabhängig davon schon immer Permakultur betrieben hat.

Der Fokus des Buchs liegt auf der Landwirtschaft, gut zwei Drittel des Inhalts widmet Holzer dem ökologischen Anbau von Lebensmitteln. So geht es unter anderem um die Gestaltung der Landschaft mit Hilfe von Baggern oder über die Nutztierhaltung, was für den Hobbygärtner nicht unbedingt von Nutzen ist. Trotzdem ist die Lektüre dieser Kapitel sehr interessant. Die Erkenntnisse und Erfahrungen von Sepp Holzer aus vielen Jahren ökologischer Landwirtschaft sind sehr lesenswert. Kaum verwunderlich, dass er zum Beispiel mit seiner Experimentierfreude und unkonventionellem Vorgehen bei Behörden und Verbänden aneckt. Dafür trifft seine Sichtweise auf die Art und Weise moderner, industrialisierter Nahrungsmittelproduktion den Nerv der Zeit.

Was kann ich für mich bzw. für meinen Garten nun aus der Lektüre des Buches ziehen? Auf Kunstdünger oder andere Chemikalien habe ich sowieso schon verzichtet und die dringlichste Frage, im Sommer den Myriaden von Nacktschnecken mit Hilfe von Schweinen Herr zu werden ist auch nicht wirklich praktikabel für mich. Aber die Idee, Pilzkulturen auf auf Holz oder Stroh anzulegen hatte ich schon länger und die Beschreibung zur Anlage einer erfolgreichen Kultur ist sehr hilfreich.

Außerdem möchte ich etwas mehr Augenmerk auf den Boden im Garten legen. Nach Holzers ist ein gesunder Boden die Basis jeden Erfolgs im Garten. Darüber hinaus ermutigt er den Leser, im Garten vieles sich selbst zu überlassen und möglichst wenig in die natürlichen Porzesse einzugreifen, diese sich eher zu Nutze zu machen. Das kommt mir mit meiner knapp bemessenen Zeit sehr entgegen, vielleicht kann ich ja in diesem Jahr doch etwas mehr Gemüse anbauen ….

Die Webseite des Krameterhofs mit zahlreichen Hinweisen auf Veranstaltungen und Veröffentlichungen zum Thema Permakultur: www.krameterhof.at .

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