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Teil 2 des Portraits von Charles Darwin


Teil 1 des Portaits von Charles Darwin.

Bildverweis zur Seite mit Charles Darwins Reiseroute Die für Darwin wichtigen Stationen waren die für die Vermessung benötigten längeren Halte in Südamerika, die Darwin für ausführliche Exkursionen ins Landesinnere nutzte. Ein weiterer Halt auf den Galapagos-Inseln bekam im Nachhinein eine besondere Bedeutung: Dort machte Darwin als Grundlage seiner später formulierten Theorie zur Enstehung der Arten seine entscheidenden Beobachtungen: Die Populationen der Schildkröten von den Inseln unterschieden sich alle voneinander. Eine andere wichtige Beobachtung war die Variationsbreite der später nach ihm benannten Darwin-Finken: Je nach besiedeltem Biotop unterschieden sich auch diese Vögel je nach Herkunft der Insel.

Zur Entstehung der Evolutionstheorie

Die Ableitung der Evolutionstheorie aus den Beobachtungen seiner Reise nahm nach seiner Rückkehr viele Jahre in Anspruch. Darwin war die Brisanz seiner Thesen voll bewusst und damit auch die Schlüsse auf die Herkunft des Menschen, die sich daraus ziehen ließen. Es dauerte mehr als 20 Jahre, bis er 1859 sein Werk über die Entstehung der Arten »On the Origin of Species« veröffentlichte. Wäre es nach Darwin gegangen, hätte es wahrscheinlich noch länger gedauert, aber eine Arbeit des jungen Afred Russel Wallace, die im Kern die gleiche Aussage wie seine Theorie hatte, zwang ihn dazu, endlich zu handeln. Der gesellschaftlichen Sprengkraft seiner Aussagen bewusst, untermauerte er die Thesen mit immer neuen Experimenten, so z.B. mit herausragenden Arbeiten zur Systematik von Cirripedien sowie der Züchtung von Tauben. Großen Aufwand trieb er mit Arbeiten über die geographische Verbreitung von Arten: Er kann nachweißen, dass Samen mancher Pflanzenarten selbst nach Wochen und Monaten im Salzwasser noch keimfähig bleiben. Die Verbreitung einer Art sowie die spätere Trennung der Population durch geographische Barrieren auf zwei Gruppen, die sich dann unterschiedlich weiter entwicklen, ist seiner Meinung nach eine der Triebkräfte zur Artbildung. Hält diese Trennung lange genug an, enstehen aus den beiden Gruppen wegen unterschiedlicher Lebensbedingungen zwei voneinander unabhängige Arten.

Darwin starb am 19. April 1882 in Down House (Downe, Kent). Die Nachricht seines Todes erreichte London binnen weniger Stunden. Seine Evolutionstheorie war allerdings schon zu seinen Lebzeiten anerkannt, wenn auch heftig umstritten. Sie wurde später durch Erkenntnisse der Genetik und der Molekularbiologie modifiziert, aber nie widerlegt. Viele Kritiker Darwins werfen ihm vor, von den Ideen seines Großvaters Erasmus Darwin bzw. aus einem ihm zugesandten Manuskript von Albert Russel Wallace abgeschrieben zu haben, der zeitgleich wie Darwin eine Theorie zur Enstehung des Lebens entwickelte. Vor allem Letzteres wird sich wohl nie ganz klären lassen.

Bibliographie (Liste nicht vollständig):

  • On the Origin of Species, 1859
  • On the Movements and Habits of Climbing Plants, 1865
  • The Descent of Man, and Selection in Relation to Sex, 1871

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© Thomas Schmidt
Stand 26. September 2005