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Leben im Garten

Die Herbstaster (Aster novi-belgii)

Wenn sie blüht, dann ist der Sommer vorbei: Die Herbstaster (Aster novi-belgii). Diese Pflanze trägt auch die Namen Neubelgische Aster und Glattblatt-Aster, man findet sogar einen zweiten lateinischen Namen Symphyotrichum novi-belgii. Sie gehört in die Familie der Korbblütler (Asteraceae).

Wanderung im Isarwinkel: zur Tutzinger Hütte

Der Sommer war bisher leider sehr verregnet, so dass die Anzahl der Bergtouren in diesem Jahr noch sehr überschaubar ist. Diese Woche haben wir es mit dem beginnenden Herbst dann doch endlich geschafft und sind von Benediktbeuern auf die Tutzinger Hütte gegangen. Für den Aufstieg haben wir das Lainbachtal gewählt, für den Abstieg dann den Weg über die Eibelsfleck- und Kohlstattalm.

Große Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus)

Die Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) ist inzwischen aus unserem Garten verbannt, denn die Blätter saßen immer voll mit der „Weißen Fliege“, also Schildläusen. Die Pflanze aus der Familie der Kapuzinerkressengewächsen (Tropaeolaceae) gehört aber zu den alten Heilkräutern.

Exotische Kübelpflanze: Juanulloa mexicana

Mal wieder ein Beitrag über eine exotische Kübelpflanze: die Juanulloa mexicana. Sie wächst in einem Gebiet von Mexico bis Kolumbien und gehört in die Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Die Pflanze wächst halbepiphytisch als Strauch oder Liane. Die Juanulloa mexicana wächst nicht bei mir im Garten, sondern bei meinem Vater. Er hat deutlich mehr Ehrgeiz und Ausdauer, solche empfindlichen Pflanzen so über den Winter zu bringen, dass sie im darauffolgenden Sommer wieder blühen. Die außergewöhnliche Blütenform dieser Kübelpflanze macht sich allerdings recht gut im Garten. Ein Hauch tropischer Blütenfülle. Weitere Beiträge über Vertreter der Nachtschattengewächse (Solanaceae) Tomaten oder Paradeiser (Solanum lycopersicum) Die Schwarze Tollkirsche (Atropa belladonna) Die Lampionblume (Physalis alkekengi) Buchtipp im Webshop von Florilegium Titel: Tomatenliebe – Wie Amore und die Olympische Flamme den Weg in meinen Garten fanden Autor: Melanie Grabner, Christine Weidenweber Verlag: Verlag Eugen Ulmer Preis: 24,90...

Die Japan-Anemone (Anemone japonica) oder auch Herbstanemone

Während die europäischen Anemonen-Arten durchweg frühe Blüher im Jahr sind, blüht die Japan-Anemone (Anemone japonica) erst im Spätsommer bis hinein in den Herbst. Sie gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Obwohl ihr Name auf eine Herkunft aus Japan hinweißt, stammt sie ursprünglich aus China, beschrieben wurde sie erstmals 1695 in Nagasaki. Als Gartenpflanze wurde sie erst im 19.ten Jahrhundert bei uns eingeführt. In ihrer zarten Erscheinung erinnert sie mehr an eine Wildstaude als an eine kräftige Staude für das Beet. Ihre Blütenfarbe reicht von reinweiß über alle Abstufungen bis hin zu einem kräftigen rosa. Inzwischen gibt es einige neue Sorten, zum Beispiel mit gefüllten Blüten. Unter der Bezeichnung Japan-Anemone (Anemone japonica) sind angeblich drei botanische Arten zusammengefasst: Anemone hupehensis, A. vitifolium und A. tomentosa. Erwähnenswert sind außerdem ihre Blütenstände, die ähnlich einer Blüte der Baumwolle zur Reife aufplatzen und wollene Samenstände preisgeben. Da sie auch an schattigen Standorten gedeiht, ist sie inzwischen zu einer beliebten und häufigen Gartenpflanzen geworden. Bei mir im Garten kümmerte sie lange dahin, denn sie steht zwischen Taglilien und einer Pfingstrose und wird von beiden Pflanzen etwas bedrängt. Ich wollte der Staude eigentlich einen neuen Standort gönnen, allerdings habe ich inzwischen gelesen, dass die Pflanze sehr schlecht zum Umsiedeln ist, da sie anscheinend eine tiefgründige Pfahlwurzel ausbildet. Ich habe sie also stehen lassen und siehe da, dieses Jahr dankt sie es plötzlich mit zahlreichen Blüten. Weitere Beiträge über Vertreter der Anemonen (Anemone) Das Buschwindröschen (Anemone nemorosa) Leberblümchen, Anemone hepatica Buchtipp im Webshop von Florilegium Titel: Ideenbuch Pflegeleichte Gärten Autor: Tanja Minardo Verlag: Gräfe und Unzer Verlag Preis: 19,99...

Durchwachsene Silphie (Silphium perfoliatum)

Diese Pflanze wächst seit vielen Jahren bei mir Garten ohne das ich wusste, wie sie heißt. Ich hatte einmal von meinem Vater einen Ableger bekommen, der sie wegen ihrer zahlreichen Blüten um seine Bienenhäuser gepflanzt hatte. Bei einem Besuch im Botanischen Garten München habe ich kürzlich diese mächtige Staude entdeckt: eine Durchwachsene Silphie (Silphium perfoliatum). Sie stammt ursprünglich aus der gemäßigte Zone Nordamerikas und gehört zur großen Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die Staude wird 2 bis 2,5 Meter hoch. Markant ist der vierkantige Stängel sowie die großen, gegenständigen Blätter. Insgesamt macht die Pflanze einen sehr imposanten Eindruck. Allerdings ist sie sehr weindanfällig und die langen Stängel fallen bei uns im Garten gerne um. Wegen ihrer hohen Biomassenproduktion wird sie unter anderem als Energiepflanze angebaut und hat angeblich viele Vorteile gegenüber dem Anbau von Mais (Zea mays), das sie deutlich weniger Herbizide benötigt. Weitere Beiträge über Vertreter aus der Familie der Korbblütler Typische Sommerstaude: Der Leuchtende Sonnenhut (Rudbeckia fulgida) Heilkraut und Färberpflanze: der Echte Alant (Inula helenium) Das Schmuckkörbchen oder Kosmee (Cosmea bipinnata) Die Herbstaster (Aster...

Die Echte Zwetschge (Prunus domestica)

Inzwischen hat die Zwetschgenzeit begonnen und unsere drei alte Zwetschgenbäume (Prunus domestica) im Garten tragen reichlich Früchte. Das ist nicht jedes Jahr so, denn es gab schon Zeiten, da hatten wir nicht eine Zwetschge an den drei Bäumen. Der Baum gehört in die Familie der Rosengewächse (Rosaceae), die Zwetschge ist dabei eine Unterart der Pflaumen. Sie wird in Europa seit Jahrhunderten kultiviert, so gibt es zahlreiche alte, regionale Sorten. Ich habe keine Ahnung, welcher Sorte die Zwetschgen in unserem Garten angehören, die Früchte sind recht klein, aber zuckersüß. Der langen Pflege als Obstbaum entsprechend ist die Nutzung der Zwetschge als Nahrungs- und Heilmittel sehr vielfältig. Die Früchte werden frisch oder getrocknet gegessen. Außerdem wird aus der Frucht Mus oder Schnaps hergestellt. Am liebsten ist mir aber die Verwendung für Zwetschgendatschi (= Zwetschgenkuchen). Außerden gibt es viele weitere interessante Rezepte für Zwetschgen in der österrreichischen und böhmischen Küche, wie zum Beispiel Zwetschgenknödel. Die blühenden Bäume sind im Frühjahr eine Pracht, sie blühen allerdings nur wenige Tage und meine Vermutung ist, dass das Wetter in diesen Tagen eine entscheidende Rolle spielt, ob es ein gutes schlechtes ZWetschgenjahr wird. Ist das Wetter einigermaßen gut und fliegen die Bienen, gibt es eine reiche Ernte, ist das Wetter eher kalt und regnerisch, fällt die Zwetschgenernte in dem Jahr aus. Eine gute Zwetschgenernte hat allerdings den Nachteil, das man den ganzen Herbst durch viele Wespen im Garten hat, die sich über die gammelnden Früchte in der Wiese her machen. Dr. Ferdinand Müller schreibt in seinem Illustrierten Kräuterbuch über die Zwetschge: Die Früchte dieses Baumes gewähren einen großen Nutzen und werden roh, gekocht, gedörrt und eingemacht...

Als Unkraut verpönt: die Brennnessel (Urtica dioica)

Den Begriff „Unkraut“ gibt es eigentlich gar nicht, aber wenn eine Pflanze oft als Unkraut bezeichnet wird, dann die Brennnessel (Urtica dioica). Die Brennnessel aus der Familie der Brennnesselgewächse (Urticaceae) ist ein typischer Stickstoffanzeiger und wuchert vor allem in der Umgebung von menschlichen Ansiedlungen auf Brachen und ungenutzten Flächen. Aber vielleicht liegt das schlechte Image der Pflanze auch an den mit Kieselsäure gefüllten Brennhaaren. Wer hat nicht als Kind die Erfahrung einer schmerzhaften Begegnung mit dieser wehrhaften Pflanze gemacht? Dabei ist der schlechte Ruf der Brennnessel völlig unbegründet, denn die Brennnessel kann und wird auf vielfältige Weise genutzt. Am bekanntesten dürfte die Nutzung als Brennnesseljauche zur biologischen Düngung und Schädlingsbekämpfung sein. In letzter Zeit findet die Verwendung von Wildkräutern in der Küche zunehmend Freunde und dabei sollen selbst die jungen Blätter der Brennnessel frisch als Salat oder gekocht als Spinat ganz gut schmecken (habe ich aber noch nicht ausprobiert). Weiterhin findet die Pflanze Verwendung als Heilmittel und als Rohstoff für Fasern. Das Öl, dass man aus dem Samen der ungeliebten Pflanze gewinnen kann, soll sehr wertvoll sein. Kein Wunder, dass man auch im Illustrierten Kräuterbuch von Dr. Ferdinand Müller entsprechende Einträge über die Brennnessel findet. Erstaunlicherweise unter dem Begriff Brennessel (noch mit zwei „N“) und unter Nessel. So steht über die Brennnessel geschrieben: Brennessel (Urtica), die Blüthe dieser unter dem Artikel Nessel besonders abgehandelten Pflanze gibt einen Thee, welcher gegen kolikenartige Schmerzen ausgezeichnete Dienste leistet. – Wenn man aus den äußeren Blättern und Stielen dieser Pflanze ein Süppchen bereitet, so leistet dies ausgezeichnete Dienste in ruhrartigen Fällen.- […] Bei Lähmungen soll man den gelähmten Theil mit einer starken Hand...

Maroni, die Esskastanie oder auch Edelkastanie (Castania sativa)

In dem Ort im Südschwarzwald, wo ich aufgewachsen bin, standen am Waldrand drei Edelkastanien (Castania sativa). Jeden Herbst rösteten wir Kinder die Kastanien, hier in Bayern Maroni genannt, am offenen Lagerfeuer. Es sind diese Erinnerungen, warum mir diese Bäume der Familie der Buchengewächse (Fabaceae) so unheimlich gut gefallen, ich hätte gerne einen solchen Baum im Garten stehen. Allerdings wird mir diese Idee von allen möglichen Leuten immer wieder ausgeredet, denn hier in Oberbayern sei es zu kalt. Letztens habe ich aber im Nachbarort an einer Hauswand in geschützter Lage eine Edelkastanie stehen sehen und die sah nicht so aus, als ob sie in unserem heimischen Klima nicht gedeihen würde. Das letzte Wort ist also noch nicht gesprochen. Die Esskastanien oder Maroni, die es bei uns ab Herbst wieder zu kaufen gibt, dürften meist aus Italien stammen. Es gibt aber auch einige Anbaugebiete in der Schweiz und sogar einzelne natürliche Standorte nördlich der Alpen in Österreich. Wie bei vielen Lebensmitteln, die heute sehr geschätzt werden und als Delikatesse gelten, waren Maroni früher ein ausgesprochenes „Arme Leute“-Essen. Die braun glänzenden Früchte sind dabei vielseitig verwendbar und lieferten oft die Lebensgrundlage für die Bauern abgelegener Täler auf der wärmeren Südseite der Alpen. Am bekanntesten sind sie natürlich geröstet: Jeden Herbst und Winter kann man an fast jeder Ecke der Innenstadt Münchens eine Tüte frisch gerösteter Maroni bekommen. Bekannt ist auch Maronencreme, die es bei uns leider nicht zu kaufen gibt, so dass man sie sich aus Italien mitbringen muss. Am liebsten mag ich Kastanien inzwischen aber in karamelisierter Form als Beilage zum Essen. Die gerösteten Maroni werden dazu in geschmolzenem Zucker geschwenkt...

Pilze suchen: Heimische Pilzexkursion

Angespornt durch den Erfolg beim Pilzesammlen während meines Heimaturlaubs im Schwarzwald habe ich mich in der Umgebung am Ammersee mal wieder auf eine Pilzexkursion begeben um Schwammerl für die nächste Mahlzeit zu finden. Denn laut den veröffentlichten Pilz-Kartierungenen des Forschungsprojekts Pilze am Ammersee (www.pilze-ammersee.de) sollte es auch hier am südlichen Ende des Ammersees Pfifferlinge (Cantharellus cibarius) und Steinpilze (Boletus) geben. Aber leider wieder ohne Erfolg. Der einzige essbare Pilze neben Pfifferlingen und Steinpilzen, den ich entdeckt habe und den ich sicher bestimmen kann, ist der Riesenschirmling oder Parasol (Macrolepiota procera). Anhand von Pilzbüchern die Art eines Pilzes zu bestimmen finde ich sehr schwer bis unmöglich. Dabei würde ich gerne auch bei den nicht essbaren und giftigen Pilzen meine Artenkenntnis erhöhen. Die Biologie und Ökologie von Pilzen ist sehr spannend. Ohne Pilze gäbe es vermutlich kein Leben auf unserem Planeten, denn sie zersetzen mit ihren vielseitigen Stoffwechseln so ziemlich alles, was auf der Erde lebt und führen es damit wieder dem Kreislauf des Lebens zu. Dabei leben sie meist sehr unscheinbar und versteckt und nur ihre Fruchtkörper (das was wir gemeinhin als Pilze bezeichnen) zeigen sie für kurze Zeit an der Oberfläche. Auch wenn man nicht alle Pilze essen kann, so sind sie oft optisch ein Genuss, daher noch ein paar Fotos der gefundenen Pilze. Meinen Bestimmungsversuchen würde ich dabei nicht zu sehr vertrauen. Hinweise auf die korrekten Bezeichnungen sind daher sehr willkommen. Beim letzten gezeigten Pilz behaupteten vorbeigehende Passanten (nach eigener Aussage Pilzkenner), das dies ein Perlpilz (Amanita rubescens) sein soll, ein hervorragender Speisepilz. Sie wollten uns unbedingt davon überzeugen, dass wir in mitnehmen und essen sollten. Nur passte...