Die Werkstatt im Garten – erlaubt?

Generell gibt es kein Gesetz, dass die Nutzung des eigenen Gartens zum Schrauben und Basteln untersagt. Allerdings ist das ohne Überdachung und Witterungsschutz eine eher unangenehme Sache. Ein kleiner Gartenschuppen oder ein Anbau ans Haus bieten sich an, um dort in aller Ruhe, ungestört von Regen, Wind, lästigen Insekten und den Blicken der Nachbarn dem Hobby nachgehen zu können. Allerdings unterliegen Bauten schon wieder gesetzlichen Regelungen.

Garagen, Schuppen, Anbauten: Gebäude sind zweckbestimmt

Garagen dürfen bis an die Grenze des Nachbargrundstücks heran gebaut werden, weil so zusätzliche Parkmöglichkeiten geschaffen werden sollen. Damit befinden sich Garagen sehr nah an den benachbarten Wohngebäuden. Bei Schuppen, Gartenhäuschen und Anbauten ist das anders: Hier muss ein Mindestabstand eingehalten werden. Aber alle diese Gebäude sind zweckbestimmt. Solange sie nicht als gewerbliche Räume gebaut und gemeldet wurden, ist eine gewerbliche Nutzung nicht gestattet. Einen Hobbyraum darf man sich aber trotzdem sowohl in der Garage als auch im Schuppen oder im Gartenhäuschen einrichten. Solange für hinreichende Belüftung gesorgt ist, die Räume stabil genug und gut zu reinigen sind, stehen dem keine Bestimmungen im Weg. Hier gilt es nun sich das Sortiment an Werkzeuge anzulegen, welches man für seine konkreten Vorhaben benötigt. Ist die Werkstatt nur für kleine Reparaturen gedacht oder möchte man ein bestimmtes Hobby ausführen. KAISER+KRAFT bietet hier einem guten Überblick und schadet nicht, wenn es darum geht sich die Grundausstattung der Werkstatt zuzulegen.

Keller unter dem Haus … warum nicht unter dem Garten?

Sogenannte Erdkeller zur natürlichen kühlen Lagerung von Lebensmitteln liegen seit einiger Zeit wieder im Trend. Und sie sind so einfach zu bauen: Einfach eine Grube ausheben, einen Betonring aufrecht hineinstellen, außen mit Erde abdecken, Tür an den Eingang, fertig. Mit einer Stromleitung für Licht sollte das doch auch als Werkstatt nutzbar sein? Theoretisch ja, praktisch ist es nicht erlaubt. Denn wenn sich Menschen dauerhaft (vier Stunden oder länger) in einem Raum aufhalten sollten, muss der Raum bestimmte Sicherheitsvorschriften erfüllen. Und das tut der beschriebene Erdkeller nicht. Etwas anderes sind Kelleranlagen, die von einem professionellen Dienstleister geplant und unter dem Garten angelegt werden, zum Beispiel bereits beim Hausbau. Tiefgaragen (in denen auch die Winterreifen selbst aufgezogen werden können), zusätzliche Lagerräume und dergleichen sind dann kein Problem, sondern schlimmstenfalls kostenintensiv. Und die Gartenkeller der neuen Bundesländer, die noch aus DDR-Zeiten vorhanden sind, dürfen selbstverständlich auch weiter genutzt werden. Hier gilt eine Sonderregelung.

Emissionen in Wohngebieten

Wo gearbeitet wird, entstehen Schmutz und Lärm. Solange sich niemand darüber beschwert, ist das kein Problem. Wer seinen Gartenschuppen oder die Garage zum Schrauben und Basteln nutzt, sollte einfach darauf achten, dass die Nachbarn sich nicht belästigt fühlen. Denn eigentlich ist in Wohngebieten Ruhe angesagt. Am Motorrad schrauben und das wiederholt anwerfen ist also eigentlich nicht gestattet, auch nicht in einer Garage, die für eben jenes Motorrad ohnehin genutzt wird. Die gesetzliche Grundlage bezieht sich in diesem Fall auf nicht-vermeidbaren Lärm (beim Ein- und Ausfahren des Motorrads), der von vermeidbarem Lärm unterschieden werden muss. Lärm- und geruchsintensive Basteleien sind also abends und an Sonn- und Feiertagen eher keine gute Idee. Es sei denn, die Nachbarn sind ausdrücklich damit einverstanden. Wer weiß, vielleicht kann man sich ja gegenseitig mit der einen oder anderen Heimwerkelei aushelfen

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