Gelesen: Die tausend Herbste des Jacob de Zoet von David Mitchell

Gelesen: Die tausend Herbste des Jacob de Zoet von David Mitchell

Gleich vorweg: es ist das schönste Buch, dass ich seit Jahren gelesen habe! Bei »Die Tausend Herbste des Jacob de Zoet« von David Mitchell handelt es nicht um ein Sach- oder Fachbuch über Botanik, Pflanzen oder Gärten. Es ist ein Roman, der zur Jahrhundertwende des achtzehnten und neunzehnten Jahrhunderts spielt. Angesiedelt ist die Handlung im zu dieser Zeit streng abgeschotteten Japan, genauer auf dem kleinen, der Stadt Nagasaki vorgelagerten Handelsposten der Niederländischen Ostindien Kompanie (Vereenigde Oostindische Compagnie, VOC). David Mitchell ist übrigens der Autor des gerade verfilmten Bestsellers Der Wolkenatlas (Cloud Atlas).

Tausend Herbste des Jacob de Zoet von David Mitchell

Warum ich das Buch hier auf meinem Gartenblog vorstelle: der Roman greift sehr stark auf die Biografie Philipp Franz von Siebolds zu. Dabei finden sich in dem Roman gleich zwei Figuren, die an das Leben von Siebolds erinnern: Dr. Marinus, Arzt und Botaniker sowie die Hauptfigur der Geschichte Jacob de Zoet, Beamter der Niederländischen Ostindien Kompanie. Das Leben des Asienreisenden von Philipp Franz von Siebold fasziniert mich schon seit Jahren, so dass ich mich gleich auf dieses Buch gestürzt habe.

Mehr möchte ich an dieser Stelle zur Geschichte nicht verraten, jedenfalls ist das Buch ausgesprochen spannend und sehr schön geschrieben. Obwohl es auf dem Handelposten recht heftig und deftig zugeht, wird die Sprache nie ordinär oder reißerisch. Diese schöne Sprache ist sicherlich auch ein Verdienst des Übersetzers Volker Oldenburg. Jedenfalls hatte ich schon lange kein Buch mehr in der Hand, bei dem ich mich den ganzen Tag darauf gefreut habe, abends auf dem Sofa vor dem Kamin zu sitzen und einfach nur zu lesen. Schade ist nur, wenn man das Buch dann gelesen hat.

Zum Buch gibt es übrigens einen eigenen Blog, der findet sich unter tausendherbste.wordpress.com.

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