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Ganz so schlimm kann es aber auch nicht sein denn es nimmt der Absatz biologisch angebauter, also qualitativ hochwertiger Lebensmittel stark zu. Trotz höherem Preis. Ähnlich wie bei dem Thema Bildung spaltet sich die Gesellschaft anscheinend in zwei Lager: Für die einen ist gutes und gesundes Essen zu einer Art Fernsehunterhaltung verkommen, die anderen, die keine Kosten und Mühen scheuen, ernähren sich zunehmend gesund. Eine Mitte, sprich die bürgerliche Küche scheint es kaum mehr zu geben.
Dabei muß gutes und gesundes Essen weder teuer noch zeitaufwendig in der Zubereitung sein. Angeblich gehören Kochkurse schon zum Programm von Schuldnerberatungen. Vielen Menschen muss erst wieder beigebracht werden, wie aus wenigen günstigen Grundzutaten ein gutes Mal zubereitet werden kann. Völlig vergessen scheint die Idee aus vergangengen Tagen, das Menschen mit knappen Geldbeutel ihre Lebensmittel zumindest zum Teil selbst anbauen, der gute alte Schrebergarten. Für viele Menschen ohne Beschäftigung zudem die Chance auf eine sinnvolle Tätigkeit. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Kommunen genügend Flächen kostengünstig für solche Gärten zur Verfügung stellen.
Die Schrebergärten entwickelten sich aus sogenannten Armengärten, welche die schlechte Ernährungssituation vor allem der Menschen aus den untersten Schichten verbesssern sollte. Der erste Kleingartenverein - benannt nach Dr. Daniel Gottlieb Moritz Schreber - wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts in Leipzig gegründet. Die Idee der Kleingärten verbreitete sich dann binnen weniger Jahre über ganz Deutschland.
Ob die in einem solchen Garten angebauten Lebensmittel wirklich so gesund sind, sei dahingestellt: Nirgenwo werden soviele Dünger und Gifte verwendet wie in privaten Gärten.