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Pressemitteilung Lonza vom 08.08.2007

Weiterhin Schneckenalarm in Gärten

Groß-Gerau (ots) - Kaum hat wieder der Regen eingesetzt, kommen auch die Schnecken aus ihren Verstecken und machen sich im Garten auf Nahrungssuche. Besonders gefährlich ist die sich in den letzten Jahren stark verbreitete Spanische Wegschnecke, weil sie auf Grund ihrer Bitterstoffe und starken Schleimabsonderung keine natürlichen Feinde hat. Sie kann über Nacht ganze Jungpflanzenbeete ebenso kahl fressen wie Salat- und Gemüsepflanzen.

Die Ursache für das Massenauftreten von Nacktschnecken sehen Experten in dem milden Winter und der feuchten Witterung in den letzten Wochen. Selbst Trockenperioden konnten den unliebsamen Gartenbesuchern bisher nichts anhaben. Da Schnecken Zwitter sind und folglich jedes Tier Eier legen kann, rechnet Thomas Schuster, Gemüsebauberater am Amt für Landwirtschaft in Augsburg, auch weiterhin mit einem massiven Auftreten.

Besondere Gefahr geht bei Regenperioden aus, denn auf nassem Boden können sich die auf Feuchtigkeit angewiesenen Kriecher besonders gut fortbewegen, ohne allzu viel Schleim produzieren zu müssen. Dadurch sparen sie Energie, vergrößern aber gleichzeitig ihren Aktionsradius ganz erheblich.

Um der Plage Herr zu werden helfen Schneckenzäune, die allerdings etwa 15 cm tief in den Boden eingelassen sein müssen, so Schuster. Innerhalb des Zaunes empfiehlt er Schneckenkorn zu streuen, um auch den bereits dort versteckten Schnecken Einhalt zu gebieten. Überhaupt sei Schneckenkorn die sicherste Methode, um der schleimigen Plage Herr zu werden, klärt der Experte auf. Der Wirkstoff Metaldehyd beispielsweise, der in den meisten deutschen Schneckenkornmitteln enthalten ist, wirkt nur auf die Schleimzellen von Schnecken. Die Tiere können sich dann schon nach kurzer Zeit nicht mehr fortbewegen und gehen an Ort und Stelle ein. Dadurch ist ein Schutz der Pflanzen schon ab dem ersten Tag nach dem Ausstreuen möglich.

Die beste Wirkung wird erzielt, wenn die metaldehydhaltigen Körnchen gleichmäßig zwischen den gefährdeten Pflanzen ausgestreut werden. Nicht aufgenommene Körner werden im Boden von den dort lebenden Organismen zu natürlichen Bestandteilen abgebaut. Auch für Igel, Laufkäfer und Vögel, die natürlichen Feinde von Schnecken, geht keine Gefahr aus, denn sie nehmen die mit einem Bitterstoff versehenen Körnchen erst gar nicht auf.

Pressekontakt:
praxis press Garten
Alfred Fischer
Postfach 1541, 64505 Groß-Gerau
Telefon: 06152/40021
E-Mail: info@praxis-press.de

 
 
 
Thomas Schmidt
Stand 8. August 2007